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Tschopp

Mirjam Tschopp

Biografie

Seit ihrem Solisten-Debüt mit 13 Jahren konzertiert Mirjam Tschopp, geboren in Zürich, gleichermaßen auf Geige wie Bratsche und konzipiert Rezital- und Kammermusik-Programme, in denen sie mit Leichtigkeit zwischen den Instrumenten wechselt und Werke auf diese Weise in neue Zusammenhänge stellen kann.

Große Resonanz erhalten ihre Projekte mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, wie die Uraufführung des ihr gewidmeten Violinkonzerts von Nicolas Bacri unter Semyon Bychkov oder ihre CDs der Violin- und Violakonzerte von Ahmed Adnan Saygun, die weltweit begeisterte Kritiken erhielten und zu Einladungen von erstklassigen Klangkörpern führten. Auch mit „Women Composers“ legte sie ein vielbeachtetes Projekt vor. Ihre Einspielung der Violin- und Violasonaten von Dmitri Schostakowitsch wurde von der Fach-Presse als „Referenzaufnahme“ bezeichnet und für die International Classical Music Awards nominiert.

Als passionierte Kammermusikerin spielt(e) sie mit Anne-Sophie Mutter, dem Mandelring-Quartett, Josef Suk, Martin Stadtfeld, Nicolas Altstaedt, Maximilian Hornung und bis 2015 mit ihrem italienisch-schweizerischen Klaviertrio Trio des Alpes. Im Duo TschoppBovino widmet sie sich zusammen mit dem Pianisten Riccardo Bovino seit 2004 intensiv dem Sonaten-Repertoire.

Als Solistin spielte sie mit Orchestern wie dem WDR Sinfonieorchester Köln, der Dresdner Philharmonie, den Berliner Symphonikern, der Camerata St. Petersburg, dem Orquesta Sinfónica Nacional Argentina, dem Presidential Symphony Orchestra Ankara, den Dortmunder Philharmonikern, dem Sinfonieorchester Basel, dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Zürcher Kammerorchester und arbeitete mit Dirigenten wie Semyon Bychkov, José Serebrier, Pinchas Steinberg, Ari Rasilainen, Marc Piollet, Howard Griffiths, Gabriel Feltz und Matthias Foremny zusammen.

Sie trat in der Philharmonie Berlin, im Lincoln Center New York, im Concertgebouw Amsterdam, in der Wigmore Hall London, der Philharmonie Köln, im Beethovenhaus Bonn, der Liederhalle Stuttgart, dem Glazunov-Saal St. Petersburg, der Tonhalle Zürich sowie beim Lucerne Festival, beim Menuhin Festival Gstaad und beim Verbier Festival auf. Tourneen als Mitglied der Mutter’s Virtuosi führten sie in einige der wichtigsten Säle Deutschlands, Österreichs, Chinas, Taiwans und Koreas. Der Regisseur Adrian Marthaler porträtierte sie für das Schweizer Fernsehen in mehreren TV-Produktionen.

Die alleinige Preisträgerin des Max-Rostal-Wettbewerbs für Viola 2000 in Berlin und Trägerin des Swiss Ambassador’s Award wurde vom Freundeskreis der Anne-Sophie Mutter Stiftung unterstützt. Nach ihrer linguistischen Matura studierte sie Violine bei Aïda Stucki, Franco Gulli und Thomas Brandis und Viola bei Christoph Schiller.

Mirjam Tschopp ist Pädagogin aus Leidenschaft und Überzeugung, und die Lehrtätigkeit nimmt einen hohen Stellenwert in ihrem Musikerleben ein: Eben wurde sie zur Universitätsprofessorin für Violine und Viola an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien mdw berufen. Davor lehrte sie ab 2007 am Landeskonservatorium Innsbruck Violine, Viola, Kammermusik und Lehrpraxis und unterrichtete seit 2013 am Konservatorium Zürich. An den Austrian Master Classes und an der Eva Lind Musikakademie gibt sie Meisterkurse. Außerdem ist sie Jurymitglied mehrerer Musikwettbewerbe, Expertin an Musikhochschulen und engagiert sich für Rhapsody in School.

Diskografie

CD-Einspielungen
2016 Schostakowitsch: Violin- und Violasonaten (Genuin)
2014 „Women Composers“ Clarke, Boulanger, Beach: Klaviertrios, Lieder für Sopran und Trio (Dynamic)
2013 Dvorák: „Dumky“
2012 Karg-Elert: Lieder für Sopran, Violine und Orgel
2010 Klughardt: Violinkonzert (cpo)
2009 Schumann, Bloch, Brahms, Prokofjew: Violin- und Violasonaten
2008 Penderecki: Streichtrio, Beethoven: Augengläser-Duo (Freundeskreis Anne-Sophie Mutter Stiftung)
2007 Saygun: Violakonzert (cpo)
2005 Saygun: Violinkonzert (cpo)
2005 Mendelssohn: Violinkonzert (Bella Musica)
2003 Schumann, Schostakowitsch, Bach, Ravel: Violin- und Violasonaten
1999 Müller-Zürich und Schaeuble: Doppelkonzerte (Musikszene Schweiz)
1995 „Swiss Composers II“ (Swiss Radio International)
1990 Bjelinski: „Concertino di Primavera” (Jecklin)

TV-Produktionen
für Schweizer Fernsehen SRF und 3sat (Regie: Adrian Marthaler)
1998 Messiaen: „Quatuor pour la fin du temps“
1997 Bach: Ciaccona
1997 Mahler: „Das Lied von der Erde“ (Schoenberg-Fassung)
1994 Prokofjew: Solosonate / Bach: Präludium E-Dur

Radio-Mitschnitte
Schweiz, Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich, Türkei, USA, Argentinien, Chile