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Nadège Rochat

Nadège Rochat ist eine besondere, ausdrucksstarke Stimme unter den jungen Cellisten. Neben ihrem breiten musikalischen Interesse für das barocke, klassische und romantische Repertoire, fühlt sie sich von vergessenen Komponisten, Weltmusik und zeitgenössischen Kompositionen angezogen.

Im Alter von vier Jahren fing sie an, Cello zu spielen, studierte zunächst in Genf, später bei Maria Kliegel in Köln. Sie nahm u. a. an Meisterkursen bei Heinrich Schiff und Anner Bylsma teil, ihren Abschluss machte sie bei Robert Cohen an der Royal Academy of Music London, wo sie jetzt selber unterrichtet.

Sie hat mehrere Erste Preise bei schweizerischen, deutschen und englischen Wettbewerben gewonnen, darunter zweimal den Schweizer SUISA Preis für die Interpretation zeitgenössischer Musik.

Nadège Rochat ist u. a. in der Tonhalle Zürich, im Musikverein Wien, im Konzerthaus Berlin, in der Carnegie Hall New York, im Mariinski Theater St. Petersburg, im Beethoven-Haus Bonn, im Konzerthaus Dortmund, im KKL Luzern und in der Victoria Hall Genf aufgetreten.

Sie hat als Solistin mit Orchestern wie dem Royal National Scottish Orchestra, dem BBC Concert Orchestra, der Staatskapelle Weimar, den Dortmunder Philharmonikern, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, dem Sinfonieorchester Biel, der Nordwestdeutschen Sinfonietta, dem Orchestre des Pays de Savoie, dem Orchestre de chambre de Genève und dem Kammerorchester des Polnischen Rundfunks „Amadeus“ zusammen gespielt. Hören konnte man sie auch schon bei berühmten Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Cello Unwrapped Festival in London, den Settimane Musicali von Ascona, Musica-Musika in Bilbao, dem Tannay Festival am Genfer See, dem MDR Musiksommer etc.

Rochat ist auch eine begeisterte Kammermusikerin. Zu ihren Partnern zählen die Pianisten Francesco Piemontesi, Judith Jáuregui, Charles-Richard Hamelin, Florian Noack, François-Xavier Poizat, Erdem Misirlioglu, Natalia Ehwald, die Geigerin Esther Hoppe, der Bratschist Bruno Giuranna, das Fine Arts Quartet, das Girard Quartet und für das barock Repertoire der Cembalist Anthony Romaniuk.

Im Duo mit dem spanischen Gitarristen Rafael Aguirre spielt sie Werke aus Spanien und Südamerika, die auf ihrer CD „La Vida Breve“ zu hören sind. Ihre erste CD – die Cellokonzerte von Edouard Lalo und Darius Milhaud – nahm sie als Solistin mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen unter Ola Rudner auf. Ihre letzte, von der Presse gefeierte CD „Cello Abbey“ (2017) spielte sie mit der Staatskapelle Weimar unter Paul Meyer ein. Präsentiert werden die Cellokonzerte von Edward Elgar und William Walton sowie eine Uraufführung der irischen Komponistin Ina Boyle. Auf einer weiteren CD spielt sie die „Fantasia on Sussex Folk Tunes“ von Ralph Vaughan Williams mit dem Royal National Scottish Orchestra ein.

Nadège Rochat spielt das Amati/Stradivari „Ex Vatican“-Violoncello, eine Leihgabe von der Academia de Arte de Florencia. Außerdem ist sie Alumna der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seit sie 13 Jahre alt ist, widmet sich Nadège Rochat dem orientalischen Tanz und sie liebt den Flamenco. Der Tanz prägt ihren Zugang zur Musik, die sie nicht nur als geistige, sondern auch als körperliche Erfahrung empfindet.

Nadège Rochat interessiert sich zudem für die Philosophie aus Europa, Asien und dem arabischen Raum, und ein nachhaltiger Lebensstil ist ihr ein Anliegen.

www.nadegerochat.com